DAGMAR LEZUO

AKTUELLES

LEKTORIN AN DER FH SALZBURG
 
Im Masterstudiengang Smart Buildings in Smart Cities – Energieinfrastruktur und Quartierserneuerung werden Ingenieurinnen und Ingenieure ausgebildet, die zukunftsfähige Lösungen für komplexe Problematiken der Gebäude- und Stadtplanung entwickeln können. Die vielfältigen sozialen, ökologischen und infrastrukturellen Leistungen und Potenziale, die urbane Freiräume beziehungsweise grüne Infrastrukturen für das Wohlsein der Quartiersbewohner*innen bereithalten, fasse ich als integralen Bestandteil dieser Lösungen auf. Fachhochschule SalzburgIM

THEMEN

Im Reallabor forschen Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam an Zukunftsfragen. Das (Wissenschafts-)Format empfiehlt sich als gemeinschaftlicher Lernort einer Stadtgesellschaft, die dabei ist, neue Formen der Stadtentwicklung zu erproben. Im Karlsruher Reallabor 131 : KIT findet Stadt haben wir in diesem Zusammenhang zusammen mit Architekturstudenten, Stadtteilbewohnern, Planungspraktikern und Wissenschaftlern getestet, wie gemeinschaftliches Entwerfen bzw. gemeinschaftliches Entwerfen-Lernen funktioniert. Uns interessiert, wie ein Reallabor Regionales Entwerfen konzipiert sein müsste, das die Notwendigkeit stadtregionaler Kooperation aufgreift, wie sie im Großraum München unabdingbar ist.

DAS REALLABOR ALS RAUM FÜR EXPERIMENTE

Landschaftsstrategie: Entwicklung und Realisierung von Lernorten

Um neues Wissen über die Übertragung der funktionalen, ökologischen und ästhetischen Vorstellungen und Belange in die stadträumliche und gesellschaftliche Realität zu generieren, wird der landschaftsarchitektonische Entwurfsprozess als Übersetzungsprozess gedeutet: Wissen, Entwurf, Landschaft und Siedlungswirklichkeit korrespondieren mit wissensvermittelnden Materialien wie Texten, Bildern, Plänen oder dem gebauten Objekt selbst. Das auf die Materialien bezogene Tun der beteiligten Akteure wie Sprechen, Schreiben, Zeichnen, Pflanzen, Pflegen oder Gebrauchen wird als kommunikatives Handeln und Bestandteil des Entwurfsprozesses aufgefasst.

LANDSCHAFT ALS WISSENSBETRIEB

Landschaftsstrategie: Konzeption und Realisierung von Kommunikationsstrategien und Übersetzungsprozessen

Urbane grüne Infrastruktur leistet ökosystemare, soziale, kulturelle und infrastrukturelle Dienste für die Gesellschaft, sie ist ein wertvoller Beitrag zu gutem Leben in der Stadt. Um sie optimal zu entwickeln und ihre Wirksamkeit dauerhaft zu sichern, ist eine integrierte Betrachtung der grauen, blauen und grünen Infrastrukturen einer Stadt vonnöten. Nicht zuletzt wird damit auch die Grundlage für eine tragfähige Gestaltung des Stadtumlands gelegt. Voraussetzung sind gut vorbereitete auf Dauer angelegte Entwurfsprozesse. Sie zu entwerfen, bedeutet eine Herausforderung für die Profession der Landschaftsarchitekten, wenn es darum geht, urbane grüne Infrastruktur als eigenständiges und wertvolles Teilsystem der Stadt zu etablieren.

AN DER NAHTSTELLE VON PRAXIS UND WISSENSCHAFT

Landschaftsstrategie: Gestaltung urbaner grüner Infrastruktur

MEIN WEG

Geboren bin ich 1963 in Innsbruck. Die Gegenden, in denen ich aufgewachsen bin, haben mein Bild von Landschaft geprägt – die Landschaften Tirols und der Steiermark, die Weinberge und der Rhein bei Mainz, das Voralpenland mit München. Landschaft hält mich in Bewegung. 

Nach dem Abitur studierte ich Landespflege an der TU München in Weihenstephan. In dem Fach konnte ich Naturverbundenheit, naturwissenschaftliche Neigung und kreative Seite zugleich verwirklichen. Schon früh ging ich in die Praxis und habe mich mit den einschlägigen Tätigkeitsfeldern vertraut gemacht: Entwerfen von Stadt und Landschaft, Projektmanagement, Bauleitung.

Besonders spannend war meine Zeit im Ausland, in Frankreich und Dänemark erlebte ich die Verschiedenheit europäischer Planungskulturen. Ein mehrjähriger Arbeitsschwerpunkt galt dem Aufbau des neuen Adidas-Campus in Herzogenaurach.

Große Projekte sind komplexe Projekte. Der strategische Aspekt von Landschaft und Kommunikation kommt immer mehr in meinen Fokus.
Im Zusammenhang mit der Bundesgartenschau München 2005 war ich fünf Jahre lang – vom Aufbau bis zur Abwicklung der grünen Großveranstaltung – im strategischen Planungskontext unterwegs. Diese Qualifikation hat mich in den Stab des Münchner Baureferats gebracht, wo ich an der Schnittstelle von Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit als Pressesprecherin gewirkt habe.

Den vielfältigen Erfahrungsfundus habe ich in meiner Promotion als Methodik verdichtet.

LANDSCHAFT IST STRATEGIE

Heute lebe und arbeite ich in München. Das Zusammendenken und Zusammenarbeiten mit Dr. Wilfried Wittenberg, Wissenschaftlicher Berater in Karlsruhe, CODE LAB Kassel und Helleckes Landschaftsarchitektur Karlsruhe weiß ich ungemein zu schätzen. Wie auch mit ifuplan: Für das Institut für Umweltplanung und Raumentwicklung in München bin ich seit Anfang März 2019 tätig.